Begehrt oder doch nicht? Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt

Geschrieben von Erwin am 13/03/2012 in der Kategorie: Ingenieurkarriere
© Kzenon - Fotolia.com

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Wer sich erfolgreich durch das Studium gekämpft hat, muss in der Regel nach dem Abschluss einen neuen Kampf aufnehmen, den Kampf auf dem Arbeitsmarkt. Nur den wenigsten Absolventen gelingt der reibungslose Übergang vom Studium in die Berufswelt. Vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften ist eine mehrmonatige Jobsuche nicht ungewöhnlich. Da haben es die angehenden Ingenieure und Maschinenbauer nach dem Studienabschluss deutlich leichter. Vor dem Hintergrund des regelmäßig thematisierten Fachkräftemangels werden insbesondere die Jahrgangsbesten direkt aus dem Hörsaal rekrutiert und stehen vor einer glänzenden beruflichen Karriere. Aber ist das tatsächlich so? Ist ein gut bezahlter Job für Ingenieursstudenten nach dem Abschluss ein Selbstläufer? Ist der viel zitierte Fachkräftemangel nur Angstmacherei oder Realität?

Grundsätzlich haben es angehende Ingenieure leichter einen Job zu finden. Laut einer Studie vergehen im Durchschnitt 114 Tage bis ein Absolvent einer technischen Studienrichtung einen Arbeitsvertrag in den Händen hält. Im Vergleich zum Bereich der Geisteswissenschaften ein guter Schnitt, auf den gesamten Arbeitsmarkt gesehen (72 Tage) aber deutlich schlechter. Auch für Ingenieure gilt es, flexibel zu sein. Das betrifft den Arbeitsort, wie das Anfangsgehalt, das mit rund 40.000 Euro brutto im Jahr nicht viel höher als in anderer Fachbereichen angesiedelt ist. Nur wer sich glücklich schätzen kann, in einem großen Unternehmen wie VW oder Siemens unterkommt, kann sich über durchschnittlich 10.000 bis 15.000 Euro mehr im Jahr freuen.

Abschließend ist von einem Fachkräftemangel derzeit nicht viel zu spüren. Geht man allein nach den eingetragenen Studenten an den Fachhochschulen und Universitäten besteht mittelfristig sogar ein leichtes Überangebot an Ingenieuren. Auch die meisten Unternehmen haben derzeit kaum Probleme, adäquaten Ersatz für eine vakante Position zu finden. Und wer es in der freien Wirtschaft nicht schafft, hat immer noch die Möglichkeit in der Wissenschaft eine Stelle zu finden, die jedoch schlechter bezahlt wird.

Die Gewinner des deutschen Brückenbaupreises 2012

Geschrieben von Walter am 12/03/2012 in der Kategorie: Ingenieurkarriere

© f/2.8 by ARC - Fotolia.com

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Bekannterweise gibt es sehr viele Preise. Damit sind nicht die im Supermarkt gemeint, sondern eher die, die man gewinnen kann. Doch nicht mit einem Tombola-Los, Scheiben-Schießen auf dem Jahrmarkt oder dem Beantworten einer simplen Gewinnspielfrage im Fernsehen. Nein, damit sind die Preise gemeint, die man gewinnen kann, wenn man etwas Hervorragendes geleistet oder gemacht hat. Für viele dürfte es überraschend klingen, dass es auch einen Deutschen Brückenbaupreis gibt. Wahrscheinlich kennen die meisten nur die Golden Gate Bridge und die Brücke, auf der Harry Potter mit dem Zug von Gleis 9 3/4 nach Hogwarts fuhr – diese gibt es im Übrigen wirklich und liegt in Schottland. 

Gewonnen beim diesjährigen Brückenbaupreis hat die “Blaue Welle Flöha” in Sachsen. Die Ingenieure Ludolf Krontal, Stephan Sonnabend und Frank Ehrlicher waren maßgeblich an der Konstruktion der Brück beteiligt und wurden dementsprechend auch auch ausgezeichnet. Die Scherkondetailbrücke ist 576 Meter lang und setzte laut Jury einen Meilenstein in der Geschichte des Bauens moderner Eisenbahnbrücken. 

Die Brücke besitzt sehr wenig Fugen und ist lagerlos, so dass sie nicht oft gewartet und in Stand gehalten werden muss. Mit Beton wurde sie erbaut, die Pfahle wurden so gesetzt, dass die Brücke nachgiebig ist, aber auch keine Differenzen aufweist. Der steife Betonüberbau bietet genügend und ausreichend Stabilität. Die Brücke heißt auch nicht ohne Grund “Blaue Welle”, schließlich hat sie eine S-förmige Krümmung. Damit passt sie sich ideal in die Gegebenheiten an, die das Naherholungsgebiet rund um Flöha in Sachsen bietet, das sie zukünftig miteinander verbindet. 

Vielleicht wird bei einer weiteren Verfilmung eines Zauberbuches ja die “Blaue Welle” in Flöhe zu sehen sein. Freuen darüber würden sich die Ingenieure dieser besonderen Brücke wohl allemal. 

Der Schallschutz-Ingenieur gegen den Karneval

Geschrieben von Walter am 15/02/2012 in der Kategorie: Ingenieurmagazin
© monropic - Fotolia.com

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Ein Schallschutz-Ingenieur hat es nicht immer leicht in seinem Job. Ihm geht es darum, den Menschen vor zuviel Lärm zu schützen, sei es Lärm durch einen Bahnhof, eine Autobahn, eine Konzerthalle – oder einen Karnevalsumzug. Bei jeder öffentlichen Veranstaltung gibt es gesetzliche Auflagen, was den Lärmpegel betrifft. Der Schallschutzingenieur hat das Knowhow und die Technik, diese Vorschriften zu überprüfen, die Umsetzung zu kontrollieren und gegebenenfalls regulierend einzugreifen.

Das ist oft im Sinne der Betroffenen – neben einer lärmenden Autobahn wohnt schließlich niemand gerne. Bei anderen Gelegenheiten aber hat der Schallschutzingenieur die unliebsame Aufgabe, Feierwillige in ihre Schranken zu weisen. So auch bei dem diesjährigen Karnevalsumzug in Berlin, der zwar nicht so groß ist wie die in den Karnevalshochburgen Köln, Mainz oder Düsseldorf, dennoch gibt es auch in der Hauptstadt genug Narren, die dem bunten Treiben fröhnen wollen. Inmitten von Clowns, Piraten und Biene Majas hat er die Aufgabe, die Festwagen in ihre akustischen Schranken zu weisen. Ausgestattet mit einem Messgerät misst er die Dezibel, mit denen die Karnevalshits aus den Boxen auf den buntgeschmückten Wagen dröhnen. Leiser, noch ein bißchen, so ist es gut.

Die Karnevalisten würden wohl lieber auf die Anwesenheit der Person mit dem offiziellen Auftrag verzichten. Vor seinem Besuch war die Musik noch zwei Straßen weiter zu hören, nach dem Einpegeln auf die erlaubte Lautstärke nur noch in unmittelbarer Nähe des Wagens. Nicht mehr als 70 Dezibel, so lautet die Vorschrift, und das entspricht in etwa dem Geräuschpegel, den ein Staubsauger von sich gibt.

Den Spaß lassen sich die Narren dennoch nicht verbieten. Wenn das Prinzenpaar zu seinem ‘Berlin Hej-Ho’ ansetzt, die Massen mirbrüllen und in mitgebrachte Trillerpfeifen blasen, hat der Schallschutzingenieur keine Chance mehr.

Die Arbeit als Lebensmittelingenieur

Geschrieben von Boris am 08/02/2012 in der Kategorie: Ingenieurmagazin
© Gordon Bussiek - Fotolia.com

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Der Bereich der Lebensmitteltechnologie operiert hinter den Kulissen. Hier werden Analysen erstellt und Konzepte entwickelt, die der Endverbraucher wohl häufig gar nicht erst mitbekommt, es sei denn, seine Milchmarke kommt von heute auf morgen nicht mehr im Pappkarton in die Verlaufsregale des Supermarktes, sondern in einer Plastiktüte. Die Arbeit des Lebensmitteltechnologen ist so subtil wie hilfreich. Immerhin werden in Laboren Untersuchungen angestellt, die prüfen, welche Kunststoffe am wenigsten Einfluss auf den Geschmack des Inhalts nehmen, bzw. welche Formen manche Verpackungen haben. Man ist sehr vorsichtig, wenn es um Nahrungsmittel geht. Skandalöse Geschichten von billigem Plastik mit Weichmachern oder Hormonen im Kunststoff der Trinkwasserflaschen sollen vermieden werden, der Konsument ideal gesundheitlich geschützt sein.

Doch auch solche alltäglichen Trivialitäten, wie z.B. die Plastikhüllen von Sechserpackungen beliebiger Softdrinks zu entwickeln, gehört zum Berufsbild. Wie viel planerische Arbeit dahinter steckt, auszurechnen wie man die Hüllen bedrucken muss, dass am Ende nach dem zusammenziehen des Plastiks auch die Schrift und das Label akkurat sitzen, darüber machen sich die wenigsten Endverbraucher Gedanken. Hierzu müssen sogar eigene Maschinen entwickelt werden.

Wer also an der Arbeit als Lebensmittelingenieur interessiert sein sollte und vorhat, dieses Fach zu studieren, sollte daher sowohl im ingenieurs-, mathematik- und naturwissenschaftlichen Bereich begabt sein.

Aufgaben findet man mit einem abgeschlossenen Studium schnell. Quasi jede Firma, die ein Produkt produziert, muss auch für eine Verpackung sorgen. Dabei gibt es zudem noch den Forschungsbereich, der darauf ausgerichtet ist, Verbesserung der Verpackung allgemein zu ermöglichen. Dass heißt zum Zwecke eines höheren Absatzes wird auf einmal der Honig nicht mehr im wenig praktischen Glas vertreiben, sondern in der leicht dosierbaren Plastiktube.

 

Der Verkehrsingenieur

Geschrieben von Walter am 19/01/2012 in der Kategorie: Ingenieurkarriere
Ampel © DeVIce - Fotolia.com

Ampel © DeVIce - Fotolia.com

Wer ärgert sich nicht über Ampeln, die von Grün auf Rot innerhalb von einer oder zwei Sekunden schalten? Kaum hat man die Straße zum Überqueren betreten, schon zeigt die Ampel wieder auf Rot. So legt man einen Zahn zu und hetzt sich mal wieder über die Kreuzung, während die anfahrendes Autos, die gerade Grün bekommen haben, bereits hupen, da sich auch nicht viel mehr Zeit erhalten, als die Fußgänger. Und immer wieder senkt man “Wer hat sich dieses System ausgedacht?”.

In Stuttgart gibt es beispielsweise 805 Lichtsignalgesteuerte Kreuzungen. Von diesen sind 315 nur für Fußgänger gedacht. Bei allen Ampelkreuzungen gibt es eine Zeitangabe, die ausreichen muss. Zumindest ist dies so errechnet worden. Wer dies macht? Zuständig dafür sind Personen die für das Straßen- und Verkehrswesen arbeiten. sie arbeiten an der Lichtsignalsteuerung. Wie lange die Ampel Grün anzeigt, das hängt nicht nur vom Straßenverkehr ab, sondern auch von der Tageszeit. Es gibt eine Modus für den Vormittag, einen für den Tag und einen Abendmodus. Damit alle Ampeln auf einandere abgestimmt sind, benutzen die Personen, die das Lichtsignal regeln eine separate Software. Diese Software erleichtert den Mitarbeitern nur ihre Arbeit, sie reagiert einfach schneller, als ein Mensch das überhaupt machen könnte.

Wer sich für diese Technik interessiert, der kann den Studiengang Verkehrstechnik studieren. Neben Mathematik, den Grundlagen der Elektrotechnik, erlernen die Studenten Methoden zur Optimierung der Straßen. Später kann man sich spezialisieren und beispielsweise die Fachrichtung Verkehrstechnik anpeilen oder in die Planung des Verkehrs gehen. Wer sich für dieses Thema interessiert ein solches Studium abschließt, der wird seine Zukunft gesichert wissen können. Es werden immer mehr Ingenieure im Bereich Verkehr gesucht.

Für viele ein Traumjob: Achterbahn-Ingenieur

Geschrieben von Boris am 03/01/2012 in der Kategorie: Ingenieurnews
© Bastos - Fotolia.com

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Werner Stengel ist ein Ingenieur – aber nicht irgendeiner. Er ist Chef der Loopings, Visionär von Corcscrews und anderenaufregenden Fahrfiguren. Sie verstehen nur Bahnhof? Das ist normal: Denn die Wissenschaft hinter den Achterbahnen ist wahrlich nicht das Metier von vielen.

Werner Stengel ist einer von ihnen: Er und sein Achterbahn-Ingenieursbüro blicken heute auf über 600 erfolgreich gebaute Achterbahnen zurück, darunter auch die erste Bahn aus Stahl in Deutschland. Auch “Colossos”, eine 60 Meter hohe und 120 km/h schnelle Bahn komplett aus Holz ist von Stengel entworfen, sie kann im Heide-Park bei Soltau getestet werden. Auch von vielen US-Freizeitparks wurden die Dienste seines Büros im Laufe der Jahre in Anspruch genommen, etwa für die Rekord-Achterbahnen “Top Thrill Dragster” oder “Kingda Ka”. Doch Stengel und seine zehn Mitarbeiter machen weitaus mehr als reine Berechnung der Statik: Auch dynamische Impulse sind dem junggebliebenen Herrn zu verdanken. Etwa Achterbahnen mit Höllengeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h oder die Loopings, wie man sie heute kennt. Denn die ersten Überschläge waren noch kreisrund, was zu brutalen Belastungen der Fahrgäste mit Fliehkräften führte. Durch die eher ovale Bauform, vor allem bei der Ein- und Ausfahrt, konnten diese Kräfte verringert werden und der Looping wurde endlich zum Genuss.

2009 erhielt der heute 74-jährige, rüstige Ingenieur das Bundesverdienstkreuz. In Achterbahnen sitzt er selbst bis heute. Und er hätte wohl am wenigsten erwartet, dass aus dem Traum eines kleinen Jungen einmal Realität werden sollte: Auf die Cranger Kirmes 1949 kommt er, extra angereist aus Bochum, dank eines netten Fremden in den Genuss, seine erste Achterbahnfahrt zu erleben. Als er dann in Kassel und München Ingenieur wird, nimmt man sein Interesse ernst und bietet ihm an, einen Auto-Scooter zu entwerfen. Das ist der Beginn einer abenteuerlichen Karriere…

Neue Studienmöglichkeiten für Ingenieure

Geschrieben von Walter am 23/12/2011 in der Kategorie: Ingenieurstudium

 Â© lightpoet - Fotolia.comDer Fachkräftemangel in Deutschland greift weiter um sich. Die deutsche Industrie und Wirtschaft klagt darüber, nicht genug Menschen zu finden, die sich diesem Zweig gewidmet haben. Zwar habe sich die Situation aufgrund des Drängen in den letzten Jahren und Monaten der Wirtschaft verbessert, allerdings sei es immer noch wichtig, neue Fachkräfte zu finden, die vor allem in Deutschland bleiben. Denn bessere Perspektiven hatten sie bisher immer in anderen Ländern – nur nicht da, wo sie ausgebildet wurden: in Deutschland.

Dadurch, dass sich die Hochschulen in den letzten Jahren sehr deutlich den Nachfragen der Industrie und Wirtschaft angepasst haben, nähren sich die Hochschule davon, neue Studiengänge ins Leben zu rufen, um dem Mangel an Fachkräften einen Abbruch zu verschaffen. Und so starten auch im kommenden Jahr 2012 nicht nur Erstsemester, sondern auch neue Studiengänge, die von besonderer Bedeutung für den Beruf des Ingeneurs sind. 

Dabei geben vor allem die Hochschulen an den Standorten in Berlin und Pfungstadt bei Darmstadt den Ton an, wenn es um das kommende Jahr und neue Studiengänge geht. Die Technische Universität Berlin ruft im neuen Jahr zum Sommersemester drei neue Spezialisierungen für den Masterstudiengang ins Leben. Zum einen wird es sich dabei um die Stadt und den Bereich der Energie drehen. Unter dem Namen “Energieeffizientes Bauen”, “Energieeffizienter Verkehr und “Urbane Versorgungsinfrastrukturen” treten sie in den Ring und versuchen Menschen anzulocken, die zum einen Geld haben – 5000 Euro kostet ein Semester – und die zum anderen ein Jahr Praxiszeit im Beruf und schon einen Hochschulabschluss im Bereich des Ingeneur- und Wirtschaftswesen haben. 

Dagegen setzt die Wilhelm Büchner Hochschule zu Pfungstadt darauf, Menschen aus der Ferne zu lehren und komplettiert ihr Studienangebot durch drei weitere Fernstudiengänge für Wirtschaftsingeneure. Zwei finden im Bachelor-Modul statt und heißen “Wirtschaftsingeneurwesen Energietechnik”, “Wirtschaftsingeneurwesen Informationstechnik” und ein Masterstudiengang “Engineering Management”. 

Ingenieure für die Umwelt

Geschrieben von Walter am 05/12/2011 in der Kategorie: Ingenieurstudium

Wer eine gute Ausbildung erhalten und zusätzlich noch etwas Gutes für den nachhaltigen Umwelt- und Naturschutz machen möchte, kann sich überelgen, Ingenieur/in für Landschaftsökologie und Naturschutz zu werden. Dieses Fach kann man an vielen Universitäten und Fachhochschulen studieren, entweder eigenständig oder als Schwerpunkt innerhalb von allgemeinen forst- und umweltwissenschaftlichen Studiengängen. Für einen Bachelorabschluss muss man drei bis vier Jahre investieren, ein Masterstudium in Anschluss erfordert ein bis zwei Jahre. Danach kann man direkt in einer Führungsposition einsteigen oder in Wissenschaft und Forschung tätig sein. 

Ingenieure und Ingenieurinnen für Landschaftsökologie und Naturschutz planen und gestalten umweltverträgliche Konzepte zur Landnutzung, sowohl für land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen und für Schutzgebiete, zum Beispiel in Ingenieur- oder Architekturbüros, aber auch in der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel bei Umweltämtern oder Land-, Forst- und Wasserwirtschaftsbehörden. Der Tätigkeitsbereich kann aber genauso im Natur- oder Landschutz, in der Forstwirtschaft und in der Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelt-, Agrar- und Forstwissenschaft liegen. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich darüber hinaus zudem bei Verbänden, in Firmen des Bauwesens oder an Hochschulen. 
Ingenieure und Ingenieurinnen für Landschaftsökologie und Naturschutz untersuchen, wie menschliche Eingriffe die Natur verändern, beurteilen, welche ökologischen Wirkungen davon ausgehen und bewerten deren ökonomische Folgen. Sie erstellen Nutzungs- und Siedlungsentwicklungspläne und führen Umweltverträglichkeitsprüfungen durch, kartieren und bewerten Biotope in Kulturlandschaften und in Naturentwicklungsgebieten. Sie sind zudem qualifiziert für die Entwicklung von Konzepten für einen naturnahen “sanften” Tourismus oder für die Planung und Durchführung von Maßnahmen im Bereich der Umweltbildung. 

Wer das machen möchte, braucht mindestens die Fachhochschulreife.

Managerfähigkeiten immer mehr bei Ingenieuren gefordert

Geschrieben von Walter am 25/11/2011 in der Kategorie: Ingenieurkarriere
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Das Berufsbild der Ingenieure scheint eins zu sein welches sich in den nächsten Jahren erheblich verändern wird und somit neue Anforderungen an die Auszubildenden und Studierenden setzt. So war es früher zu den Anfangszeiten des Automobils noch so, dass man auf dem Papier etwas entwarf und dies dann produzierte. Wenn dann irgendwas nicht passte oder funktionierte schaute man nach und behob den Fehler ganz einfach. In der Zeit der Globalisierung ist dies jedoch nicht mehr so leicht. Ein Auto entsteht so gut wie gar nicht mehr nur in einem Betrieb und häufig auch nicht mal mehr nur in einem Land. So kann der Motor aus Deutschland kommen während die Karosserie in China produziert wird.

Da nun viele verschiedene Betriebe an den Produktionsprozessen beteiligt sind und am Ende alles passen und funktionieren muss benötigt dies ein haargenaues Organisationsgeflecht. Aus diesem Grund gibt es jetzt nicht mehr nur die einzelnen führenden Chefs die entscheiden wie was gemacht wird, sondern viel mehr ein großes Team was zusammen daran arbeiten muss. Dabei sind auch die Ingenieure gefragt. Wichtig sind deswegen vor allem Managementfähigkeiten, da man in einem Team gut zusammen arbeiten muss um am Ende auch produktives geleistet zu haben. Dabei kommt es nicht selten vor, dass gerade Ingenieure in eine Führungsposition im Team rutschen und somit umso mehr koordinieren und organisieren müssen. So muss vor allem eine Konzept entwickelt werden, welches die Prozesse, Werkzeuge, Ergebnismessungen und Methoden standardisiert um somit bessere Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das neue Entwickeln einer Kultur für die Entscheidungfindung, damit die Teams noch produktiver werden.

Ingenieur – ein Traumberuf

Geschrieben von Walter am 22/11/2011 in der Kategorie: Ingenieurkarriere
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Sie sollen zu den derzeit und zukünftig gefragtesten Berufsgruppe gehören und werden deshalb mitunter schon heimlich die “Helden der Moderne” genannt. Als Ingenieur wird man scheinbar überall mit offenen Armen empfangen, gut bezahlt und darf sich den Arbeitsplatz womöglich noch aussuchen. Dennoch greifen eher wenige zu dem so positiv umworbenen Job.

Nach Zahlen des Vereins Deutscher Ingenieure, sollen hierzulande derzeit etwa 70 000 Ingenieurstellen noch unbesetzt sein, während jedoch nur 23 600 Ingenieure auf Arbeitssuche sind. Das kostet der Volkswirtschaft pro fehlender Besetzung ca. 200 000 Euro im Jahr, was zusammen eine Summe von 14 Milliarden Euro ergibt. Das wiederum bedeutet Gelassenheit für Einsteiger und Young Professionals, weil die Berufsaussichten so gut wie schon lange nicht mehr sind. Vor allem Fachkräfte für Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau dürfen sich großer Nachfrage erfreuen. Und die freuen sich wirklich, warten auf sie doch solide Einstiegsgehälter- um ein Prozent auf etwa 41 000 Euro gesunken- viele verschiedene Projekte, Auslandseinsätze und darüber hinaus auch immer weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Der Aufstieg scheint in jedem Fall gesichert und die Arbeitslosenquote unter den Ingenieuren befindet sich momentan bei niedrigen 2 Prozent.

Mit den Möglichkeiten wachsen jedoch auch die Ansprüche und so entsteht der Mangel an Fachkräften häufig dadurch, dass Spezialisten für immer engere Bereiche gesucht werden. Der Lohn richtet sich hier ganz nach Firmengröße, Fachrichtung und Branche und kann so ganz unterschiedlich ausfallen. Wer nach Spitzengehältern strebt, sollte sich vor allem an den Bereichen Energie, Chemie- und Pharmaindustrie sowie Fahrzeugbau orientieren. Mit Promotion oder MBA kann sich leicht ein 60 000 Euro-Gehalt gesichert werden, wobei ein Bereichsleiter in größeren Unternehmen auch bis zu 200 000 Euro verdienen kann. Experten dieser Bereiche gehen sogar davon aus, dass die Gehälter in Zukunft noch einen deutlichen Anstieg erfahren werden.